Füße hoch!
Fernseher an, Füße hoch, faulenzen. Wo lässt es sich schöner entspannen als auf dem Sofa? Doch die gemütliche Sitzgelegenheit ist weitaus mehr als ein bloßer Alltagsgegenstand. In der Neuinszenierung „Füße hoch!“ zeigte das Junge Ensemble des THEAS Theaters wie das Sofa zur Bühne wird. Der Gegenstand wurde entfremdet und es erfolgte ein experimenteller Umgang, auf akustischer wie auch visueller Ebene. So mutierte das Sofa beispielsweise zu einem Klangkörper, einer Zirkuskulisse oder dem Nichts. Neben der Abstraktion des Gegenstandes erlebte der Zuschauer eine geistige Ablösung aus dem Alltag. Auf inhaltlicher Ebene rückten essentielle Gedanken über den Menschen aus der Sicht der Jugendlichen in den Vordergrund. Fragmentarisch wurden Ideen zum Sein und zur Vergänglichkeit, zu Widersprüchlichkeiten, die mit dem Leben einhergehen thematisiert sowie Fragen aufgeworfen, auf die es keine Antworten zu geben scheint. Was bedeutet es Mensch zu sein? Inwiefern ist der Mensch determiniert? Was bewirkt der Ausfall eines Körperorgans? Zu welchen wundervollen oder furchtbaren Handlungen ist der Mensch in der Lage? Welche Gefahren birgt das Leben? Wie geht der Mensch mit dem Tod um? Und zu guter Letzt: Welche Rolle nimmt die Liebe ein? Durch Abkehr von der Alltagssprache und dem Einsatz einer literarischen Sprachgestaltung erhielten die Gedanken der Jugendlichen eine besondere Note.